Queer-Love

The Unicorn Ball Hamburg – Voguing Party auf Kampnagel

UnicornBall, Kampnagel, Fotograf: Frederik Busch

Strike a pose – Erster Vogue Ball in Hamburg

Einhörner und Fabelwesen glitzern auf Kampnagel einen ganzen Abend lang auf dem Laufsteg der Prêt-à-individualité in Hamburg.

Aus den Tiefen der Wälder ist es gekommen, um mit Anmut und Magie zu betören und mit aufbäumender Leidenschaft die Regenbogenmähne im Wind zuschwingen. Das Einhorn, das zufällig Synonym für viele Eigenschaften der Voguingszene New Yorks steht, soll der Patron des ersten Vogue Balls in Hamburg sein. Die Hamburger Voguing-­Crew House of Lazer und Performance Künstler Danny Banany präsentieren „The Unicorn Ball Hamburg“ am 4. Oktober auf Kampnagel. Der Unicorn Ball ist weit mehr als eine aufgesetzte Party. Er ist Show, House Party, Tanzwettbewerb und vor allem „Unique Corniness“ in einem.

How to Vogueball – How to be a Star!

Schick oder cool anziehen, glitzern all over your body oder Haut zeigen. Bei einem Vogue Ball darf jeder sein inneres Einhorn rauslassen – egal ob Zuschauer oder Teilnehmer. Befashionable!

Der Unicorn Ball ist in drei Kategorien unterteilt und aus jedem geht ein Gewinner hervor: Runway „The Unicorn and its fabulous Friends“, Performance „The Land of the Everglowing Rainbow“ und für alle Voguing-­Newbies, die trotzdem zeigen wollen, wie fabulous sie sind: Be Unique and Corny „Sparkling Individuals“. Also laufen, posen, tanzen, was das Zeug hält, bitte. Ein MC wird die Performer dabei anheizen und seid vorgewarnt. Worte wie „Bitch“ und „Pussy“ werden oft fallen. No shade, but that’s the ballroom language, bitch! You better werrrrk!

Foto: www.katjaruge.com

Die Voguing Geschichte – a fairy tale!

Wer jetzt meint, das höre sich queer an, der hat gar nicht so Unrecht. Voguing ist ein Tanz der homo-­oder transsexuellen Schwarzen und Latinos im New York der Sechziger und Siebziger Jahre. Selbstverwirklichung und der Wunsch, dazuzugehören, veranlasste sie dazu sich in die schönsten Gewänder zu werfen und gegeneinander zu laufen und tanzen – inspiriert von den Posen der weißen Models in der Modezeitschrift Vogue (Aha, daher der Name!).

Voguer organisieren sich in Houses, da viele wegen ihrer sexuellen Orientierung aus ihrem Zuhaus ausgeschlossen wurden. In den Achtzigern und mit „Vogue“ von Madonna 1990 erfuhr Voguing seinen Höhepunkt, verschwand aber wieder im Untergrund.

Heute ist die Ballroomkultur wieder präsent im Nachtleben. Die Szene hat sich weltweit entwickelt, der Tanz ist noch vielseitiger geworden, immer mehr Frauen entdecken ihn für sich. Voguing ist für alle da. Keine Diskriminierung. Niemals. Die Macher des Balls verzichten deshalb gerne auf Homophobe und Rassisten, aber wer braucht die schon!!

1965459_1711333002424448_5486586648524492275_o

Foto: www.katjaruge.com

Let’s vogue with Danny Wang – be sexy!

Musik ist ein essentieller Teil der Kultur. Es wird Disco und Deep House gespielt. Frankie Knuckles, Diana Ross, Masters at Work, Hercules and Love Affair oder Azealia Banks sind die Ballroom-Musik-­Evolution. US-Amerikaner und die Perle des Abends hinter den Decks Daniel Wang lebt für den Ballroom Sound und hat wahrscheinlich schon überall auf der Welt aufgelegt. Anfang der 90er tauchte er in der Mutterstadt des House Chicago ins DJing ein. Bevor der Gründer des Labels Balihu nach Berlin zog, bespielte er die Disco-House-Szene in New York.

Wer gewinnt, darüber stimmen Judges ab. Und beim Unicorn Ball sind natürlich nur die Besten, Schönsten und Einzigartigsten: Lasseindra Ninja hat die Voguing Szene in Frankreich aufgebaut, nachdem die Transgender-­‐Tänzerin aus NewYork wieder nach Paris zog. Dort fand der erste Ball 2010 statt. Ihr Tanzstil ist roh und sehr dramatisch. Ihr Äquivalent in Deutschland ist Georgina Leo Melody, Mother of the House of Melody.

Auch sie lernte Voguing in New York kennen. Vor zwei Jahren veranstaltete sie den ersten Ball in Berlin. Hamburgs Darling Didine van der Platenvlotbrug beschert uns Drag-­Glamour in der Jury. Neben Shows in Kunstgalerien und Museen, hielt sie international Philisophie Vorträge und arbeitete als Tänzerin und Choreografin, z.B. fürs Thalia Theater.

Foto: www.katjaruge.com

House of Lazer – Be a member!

Das House of Lazer ist eine Voguing Tanzcrew und wurde 2012 von der Hamburger Tänzerin und Choreografin Maike Mohr gegründet. Sie ist auch das Familienoberhaupt, also Mother of the House of Lazer. Mittlerweile gibt es neun Lazers: klein groß, schwarz, weiß, schwul, hetero, aus Hamburg, Hannover und Berlin. Andra: „Ich übernehm das mal“-­Lazer, ist Journalistin und Tänzerin und hält mit Performance-­Künstler Danny Banany den Großteil der Orga-Fäden in der Hand. Danny veranstaltet unter anderem das Karaoke Event „Kick Ass Queereoké“ und widmet sich in seinem Projekten der Queerkultur und dem Tanz. Ihr Partner in crime ist das Kunstzentrum Kampnagel, das die Location stellt und einfach Bock auf Ballroom hat.

How to Learn Voguing!!??

Wer Voguing lernen will, der kann am 3. und 4. Oktober auch an den Workshops teilnehmen. Die Mitglieder des House of Lazer und Lasseindra Ninja und Georgina Leo Melody erklären die Feinheiten von Runway und den Voguing Richtungen New Way und Vogue Fem. Der Preis ist mit 65 Euro für insgesamt sieben Einheiten unschlagbar günstig.

Let’s get prepared to shine at the ball!

Lange Rede, kurzer Sinn. Es wird vor allem eins: Einzigartig. So are you ready to strike a pose?

Foto: www.katjaruge.com

Foto: www.katjaruge.com

Tickets 12Euro |   Kampnagel  |  Teilnehmer 8 Euro | 5 Euro bei mehreren Kategorien | Anmeldung  |  Unicorn Ball  | Event |

Crowdfunding! Sie brauchen eure Hilfe, damit sie sauber aus der Nummer wieder rauskommen. Herzblut haben sie schon literweise einfließen lassen, vielleicht könnt ihr helfen?

1. Oktober 2014

About Author

ThreeWords.Magazine Das ThreeWords.Magazine ist ein Urban Culture Magazine für Individualisten aus Hamburg und der Welt. Wir interessieren uns für Lebenskünstler, Großstadtliebe, Que(e)res Gedankengut, Nachhaltigkeit, Inspiration und Kultur. Für uns ist alternatives Leben selbstverständlich. Wir schreiben urbane Geschichten, zwischen weiß und schwarz. Wir nehmen Euch mit auf Reisen, in spannende Austellungen oder stellen Euch interessante Persönlichkeiten vor. Wir lieben Abenteuer. Seid ihr dabei?


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Über Uns

ThreeWords ist ein Urban Culture Magazine für Individualisten.

Die Inhalte sind extrem liberal: Sie zeigen, dass alternative Lebensweisen zum Mittelpunkt des Lebens gehören und nicht im Untergrund oder abseits der Gesellschaft gelebt werden müssen.

Unsere Themen sind Interviews. Menschen. Urbane Geschichten. Leben. Kunst. Events. Musik. Reisen. Kultur und Großstadtliebe aus Hamburg und der Welt.

Folge uns auf Facebook
Für Marken & Unternehmen

Advertising & PR mit ThreeWords.Magazine

Advertisement Links| Advertisement Space |Sidebar Banner Ads | Affiliate Partnership|Brand Ambassadorship | Content und /oder Gewinnspiel Kooperationen | Press Trips|Product - Brand - Facility or Hotel Reviews |Social Media Kampagnen | Erwähnungen| Sponsored Blogposts

Interessiert? Dann sende eine Mail an: threewords-magazine@gmx.de

Impressum
ThreeWords.Magazine is published by Stephanie Bastian | PR&Social Media | 22767 Hamburg

Folgt uns auf Instagram
Facebook