Kultur

Best Of Reeperbahnfestival – Neue Musik für dein Leben!

Neue Musik: The Lemon Twigs auf dem Reeperbahnfestival Hamburg

Die Highlights des Reeperbahnfestivals – We are in Love with music!

Ganze sieben Tage ist es nun her, seit sich das Reeperbahnfestival mit all seinen wunderbaren Nächten, Sängern und Menschen verabschiedet hat. Vier Tage hat das mittlerweile bekannteste Musikfestival des Nordens, den Kiez und ganz Hamburg zum musikalischen Höhepunkt gebracht. Es wurde gerockt, gelacht, getanzt und vor allem gefeiert.

Die Straßen waren voll mit den interessantesten Menschen aus aller Welt. Bands mischten sich unter Besucher, Künstler stellten aus und sich selbst auf Gespräche ein. Der Foodmarket versorgte Nachtschwärmer aus ganz Europa mit internationalen Köstlichkeiten. Wohin man ging, woran man vorbeikam, überall wurde  Musik gespielt. In den Clubs, Bars, draussen und umsonst! Man chillte auf der Straße, an Bühnen, am Hafen und vor den gutgefüllten Venues, bevor die Gig’s losgingen.

Bands und Beats in den schönsten Clubs der Stadt!

Natürlich haben wir uns im Vorfeld auf viele tolle Künstler eingestellt, aber so überrascht von Musik, wie dieses Jahr wurden wir noch nie! Das diesjährige Reeperbahnfestival hat uns begeistert und berühr:  Imarhan spielten Mittwochs bei vollem Haus im Molotow und brachten algerische Beats nach Hamburg, die alle, die sich an dem ersten Abend den Festivals dort tummelten, mit Weltmusik und orientalischen Rythmen zum Tanzen brachten.

Weiter ging es ganz klassisch ins Docks, in dem die Königin aller deutschen Soul-Queens, Joy Denalane ein Konzert spielte. Präsent und gutgelaunt stand sie in einer stylischen Neuinterpretation afrikanischer Kultur sexy auf der Bühne, während wir bei Klassikern wie “ Soweto“ oder “ Was auch immer..“ Gänsehaut bekamen, als wir neben der Bar auf einer gemütlichen Couch chillten und entspannten.

Überraschungen, starke Joints und jede Menge Musik!

Eine absolute Überraschung war ein Konzert der Band “ The Lemon Twigs“, die trotz sehr jungen Alters (17&19), echte Musiker und ganz schöne Freaks sind. Ihr Auftritt erzählte die Geschichte zweier Highschool Nerds, die am Ende als Rockstars enden. Und genau so bizar  wie das jetzt klingt, waren auch unsere ungläubigen Blicke während des Konzerts, weil diese Band live! einfach sehr gut ist und sich regelerecht in psychadelische Rage gespielt hat.

Jeder Song der poppigen Rockband war so ein Knaller, das wir nicht wussten ob der Spliff uns den Rest gegeben hat, oder der Auftritt der vierköpfigen Kombo, bei der auch eine klassische Beatles Interpretation in Hamburg nicht fehlen durfte. Es war unfassbar!  Ebenfalls konnten wir keine Antwort auf die Frage finden, ob die Haare echt sind, oder doch Perücken zum Einsatz kamen. Wer die Band jetzt nicht sofort anhört und sich ein Ticket für den Gig Ende November in der Berghain Kantine holt, hat junge Musikgeschichte verpasst!

Musik für dein Leben: Warhaus, Reeperbahnfestival 2016

Applaus, Applaus! Vorhang auf für neue Künstler!

Ihr seht, wir hatten jede Menge Spaß: Ob auf dem Flatstockmarkt, bei dem Künstler aus aller Welt selbstinterpretierte Bandposter ausstellten. Wir konnten nicht widerstehen, und somit hängen nun bei uns zu Hause „The Sonics“ neben den „Black Keys“ ! Ein ganz besonderes Highlight war auch unser Besuch im Schmidt’s Tivoli bei Ray’s Reeperbahnrevue, die durch den Humor des Briten und seine persönliche Bandauswahl ein unvergessliches Erlebnis war. Mit ihm auf der Bühne waren: July Talks, The Boxer Rebellion und Palace Winter.

Samstags folgten wir einer Einladung des Intromagazin’s und dem Hostel Superbude, und hörten beim #INTROsuperintim in der #Astrarockstarlounge gleich vier Bands an einem Nachmittag! Mit dabei waren unsere neue Lieblinge GURR, Warhaus, Konnie Kass und auch die Jungs von Fil Bo Riva, die wir alle ganz nah erleben durften, während wir kühles Bier schlürften und lecker Ben&Jerrys Eis futterten.

Wie auch in unserem letzten Beitrag über das Reeperbahnfestival, möchten wir euch heute unsere absoluten Favourites und Neuentdeckungen vorstellen, damit auch ohne Reeperbahnfestival der Spirit und die Liebe zur Musik immer weiter geht. Die Künstler, die wir vor dem Start des Festivals empfohlen haben, findet ihr hier.

Where the wild Bands grow – Neues aus der Plattenkiste!

The Lemon Twigs. Retrosound einer fast minderjährigen Band, die an Wahnsinn und Stilvermögen nicht zu übertreffen ist. Für das Video ihres Songs „These Words“ posieren die Brüder Brian und Michael D’Addario in Perücken und Klamotten aus dem 18. Jahrhundert. Ihre Vorbilder kommen aus den 60er Jahren. Die Beatles zählen genauso dazu, wie die Zombies oder weniger bekannte Combos wie Spanky oder Our Gang. Dennoch ist die Band keine billige Kopie, oder ein  hippster Mischmach ohne Authentizität. Vielmehr sieht man hier echte Musiker, deren Bühnenshow ein einziges, energiegeladenes Erlebnis ist! Ihr Debütalbum „Do Hollywood“ erscheint  jetzt – im Oktober  2016 und liefert einen zeitgemäßen Retrosound ab, der zu unsem persönlichen Highlight geworden ist!

Warhaus. Scheu und kühl präsentiert die Band ihr erstes Album „We Fucked A Flame Into Being“. Voller Tiefgang und Melancholie erscheinen die Songs, hinter denen Maarten Devoldere steckt, Frontmann der belgischen Band Balthazar. Mit seiner dunklen Stimme, und seinem verkaterten Look kann er mühelos Leonard Cohen oder Serge Gainsbourg Konkurrenz machen. „The Good Lie“ hat er zusammen mit seiner Kollegin Sylvie Kreusch aufgenommen, hinter deren skandinavischem Aussehen eine tiefe Persönlichkeit lauert. Warhaus verspricht Zurückhaltung gepaart mit prickelnder Erotik, die vor allem durch die anmutende Erscheinung von Sylvie zum Ausdruck gebracht wird. Must Listen!

Snøffeltøffs. Klingen irgendwie nach kleinen süßen Tierchen, die man gerne mit ins Bett nimmt. Aber auch hier steckt eine Band dahinter, die vor allem durch gutem, fröhlichen Punk besticht! Geht das? Und wie! Das Duo besteht aus Snøff und Tøff, die sich angeblich im Norden Berlins über den Weg gelaufen sind und nicht wie man meinen mag – auf einsamen Fjorden! Die beiden lieben Legenden und schreiben sie selbst: Snøff entstammt einem Walfangclan der Sowjetunion und frönte dieser Leidenschaft in Kanada – mit Lachsen.  Tøff soll angeblich adeliger Abstammung aus Rumänien sein. Seither tingelt das Duo mit einem konsequent der 1945- bis 1960er-Tradition huldigenden erdigen Garagenrock und singt mal auf Deutsch, auf Englisch oder Französisch, wie es gerade passt. Für uns – irgendwie immer!

Konnie Kaas. Die skandinavische Band von den Färöer Inseln hat selbst einen ausgezeichneten Musikgeschmack, dessen Elemente auch in eigenen Sound bestechen: Jazz, Pop, Soul, aber auch nordische ekektronische Beats bringt die vierköpfige Band auf die Bühne und vereint die Interessen der Bandmitglieder. Fronfrau Candy Dulfer, die gerade Medizin studiert liebt Jazz sehr; daher kommt auch mal ein Saxophon zum Einsatz auf der Bühne. Sympathisch, nordisch – gut!!! Färöer Inseln forever!

July Talk. Heiss, Heisser…July Talk. Getroffen haben Peter Dreimanis und Leah Fay sich in einer Kneipe namens „The Communist’s Daughter“ in Toronto. Leah hatte das Gesicht mit Farbe verschmiert und einen Fahrradhelm auf, während sie dort auf der Bühne performte. Peter beabachtete dies im Vollrausch und sprach sie an. Wer die beiden Garage Rocker zusammen erlebt, weiß, dies ist nur die halbe Geschichte, der Rest verschwindet im Dunkel der Nacht. Dunkel und durchdringend ist auch die Stimme des Womanizers, der mit dieser alle sofort in seinen Bann zieht! Wenn jetzt noch das schauspielerische Talent von Leah dazu kommt, samt ihrem zarten Pop-Crooner-Gesang, ist die Symbiose perfekt! Das Debütalbum der aus fünf kanadischen Musikern bestehenden Band, wurde 2015 mit dem Juno für das „beste Alternative-Album“ geehrt. Der Juno ist das kanadische Pendant zum Grammy und eine Auszeichnung, die für die Qualität der Musiker spricht. July Talk gehören zu den großen Geheimtipps dieses Jahres!

Palace Winter. Die zwei Dänen machen anspruchsvolle Popmusik, mit klangvollen Melodien, die wirklich gut zur kalten Jahreszeit passt, in der sich die beiden übrigens auch kennenlernten. Mittlerweile verbindet das dänisch-australische Duo mehr, als die gemeinsame Liebe zum Kaffee, der TV Serie „Seinfeld“ oder Elliott Smith. Ihr Debütalbum kam in Juni 2016 auf den Markt und präsentiert sympathischen Progressive Folk, den die beiden auch auf der Bühne ausleben, indem sie, im Gegensatz zu anderen Musikern, ihr Herz auf der Zunge und im Gesicht tragen. Thank you strangers – for your therapeutic smile!

Wir wünschen euch mit diesen neuen Bands und ihreem Sound jede Menge Spaß und sehen uns bestimmt auf einem der anstehenden Konzerte wieder! Denn alle diese Bands gehen momentan auf Tour! “Play it fuckin‘ loud!” (Boby Dylan).

1. Oktober 2016

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