Kultur

Horror auf Kampnagel – Das blutige Sommermärchen lässt Albträume wahr werden

Horror, Sanne-Peper, Kampnagel Sommer 2016

Horror – Ein Atemberaubender Albtraum Live on Stage

Die Einen bekommen nicht genug vom Grusel abseits des Alltags, Andere verwehren schon den Kinoabend sobald man auch nur erwähnt, das es ein Horrormovie werden könnte. Ich gehöre zur ersten Gattung und habe das Genre „Horror Film“ zusammen mit Freunden zelebriert und ausgekostet. Ich war in „Haunting Houses“ an Halloween, wagte mich in „Saw Alive“, ein alter Schlachthof, der exakt wie das Set des gleichnamigen Films umgebaut wurde und habe selbst eine riesige Freude daran andere zu erschrecken. Leider habe ich bisher nur in meinem Lieblingsland England solch einzigartige Spielstätten erlebt, bei deren Erinnerung bis heute ein sehr breites Grinsen auf meinem Gesicht zu sehen ist. Die Freunde die dabei waren,  haben sich zudem bis heute ein wenig Gänsehaut erhalten. Boo! Was ich aber noch nie gemacht habe, ist in ein Theaterstück zu gehen, das den Albtraum der eigenen Fantasie auf die Bühne bringt! Um so aufgeregter war ich, als ich vor einigen Tagen sah, das der Regisseur Jakob Ahlboom diese Sommer auf Kampnagel das Bühnenstück “ Horror“ inszeniert. Ab dem 30.August kommen also jene von Euch, die genau wie ich Liebhaber des Genres sind, auf ihren Geschmack! Der atemberaubende Alptraum, so wird er angepriesen, dürfte mit Sicherheit jede Menge Nervenkitzel und Schaudermomente versprechen!

Eine Liebeserklärung an den Horrorfilm

Das neue Werk des schwedischen Regisseurs und Film besessenen Jakop Ahlbom und seines Theaterensembles ist ein grausiger Albtraum und eine zugleich eine Ode an das ganze Genre. Wer sich hier mit verklärer Romantik schwer tut, ist auf dem richtigen Weg: Dem Weg in dunke Räume, blutige Schatten und Abgründe die unsere Seelen pochen lassen. Ahlbom’s Liebeseklärung an den Horrorfilm weist auf den gesamten Reichtum dieses Genres hin – von „House on Haunted Hill„, meinem Lieblingsklassiker „Rosemary’s Baby“ bis zum allseitsbekannten „The Ring“. Das Stück ist aber nicht nur ein plattes Remake aller November Nächte, in denen wir uns gemeinsam in einer WG Küche verschanzt haben, weil wir nach einer Horrorsession auf einmal paranoid wurden.  Nein, dieses Stück, das uns die Gänsehaut im Sommer bringt, ist ein eigenständiger psychologischer Thriller, der kurz gesagt von üblen Kindheitstraumas handelt.

Jacob Ahlbom kreiert für uns in HORROR eine surreale Welt des Entsetzens. Dabei benutzt er viele Spezialeffekte, die es in der Theaterwelt vorher so noch nicht gegeben hat. Dieses spannende, visuelle Spektakel wird euch mit Sicherheit an den Rand eurer Sitze rutschen , oder in den Arm des Freundes neben euch sinken lassen. HORROR kombiniert die Macht der visuellen Vorstellung mit der surrealen Ungewissheit, und benutzt zudem noch Elemente wie Humor und Poesie.

Ein Albtraum wird wahr: Horror auf Kampnagel

Schatten, Blut und Mädchen mit Seelen stehlenden Augen

Die Anspannung steigt. Hier kommt die Story, auf die ihr seit Zeile eins wartet oder euch sogar fürchtet: In „Horror“ wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die in das Haus ihrer sadistischen Familie zurückkehrt, indem sie gequält und misshandelt wurde. Klingt übel, ist es auch. Denn jeder von uns verbindet damit andere Bilder, die der Reggisseur als Ganzes zurück auf die Bühne wirft. Das Mädchen der Geschichte, wird in ihrem Elternhaus mit ihrer unterdrückten Vergangenheit konfrontiert. Der einzige Weg zu überleben, ist, der schrecklichen Wahrheit ins Auge zu sehen. Ein menschenleeres Haus, eine stürmische Nacht, ein gespenstisches Mädchen mit Seelen stehlenden Augen. Was mit unheimlichen Schatten an der Wand beginnt, eskaliert in einem atemberaubenden Blutbad.  Der schwede Jacob Ahlbom verwebt diese für das Genre so typische Textur von Angst und Farce mit wilder Zombie Allure. Kämpfe auf der Bühne, viel herumspritzendes  künstliches Blut in einer nervenaufreibenden dramatischen Handlung, verstärkt durch eine Atmosphäre ungreifbarer Realität, lässt uns mit dem Theater eines werden.

Das Gefühl der Ungewissheit

Jakop Ahlbom ist seit seiner Kindheit fasziniert von Horrorfilmen – die absurden Fantasien und die Spezialeffekte, das extreme Geschehen, das Gefühl der dunklen Ungewissheit und die vielen Adrenalinschübe begeistern ihn. Ebenso ist er angezogen vom schwarzen Humor, den er in seinen Stücken verarbeitet und der Kombination aus Slapstick und dem Surrealistischen. Er will mit seinen Werken unsere größten Ängste vor dem Schrecken erforschen, den Witz und das Vergnügen, das daraus entsteht. Er benutzt schon lange filmische Bearbeitungstechniken für seine Arbeiten – und er sieht es als große Herausforderung, diese Horror -Effekte nun im Theater zu kreieren.

Alleine mit der Angst

Der Theatermacher hat durch viele viele Jahre und Werke ein eigenes Markenzeichen erschaffen, denn seine durchdachten, verstörenden Inszenierungen vereinigen Theater, Pantomime, Tanz, Musik und bringen euch in eine Welt voll Illusionen. Seine Spezialeffeklte überraschen wirklich! Er macht sich einen Spaß daraus, immer neue Methoden und Ideen zu kreieren, die wir versuchen als Zuschauer einzukalkulieren und doch übermannt werden und wieder alleine mit unseren Ängsten vereint sind. Wer jetzt bereits schon das Adrenalin spüren kann, merkt wie die Gedanken fokussiert sind und das Herz ein bißchen schneller schlägt, muss sich diesen Sommer auf Kampnagel seinen eigenen Ängsten stellen.

Horror  | Kampnagel  | 30.August bis 4.September 2016 | 19.30Uhr | Tickets 32,90 –45,90€ | Buy Tickets |

10. Juli 2016

About Author

Neo ist gut in drei Worten zu beschreiben: Blogger.Lover.RiotGirl. Ihr Herz hat sie in London verloren und in Hamburg wiedergefunden. Mit ihrem lauten Lachen steckt sie nicht nur zu neuen Abenteuern an, sondern nimmt das Leben mit dem gewissen Sinn für Humor ernst. Sie ist immer auf der Suche nach neuen Geschichten und Menschen, die wie sie voller Liebe zum Leben sind und zwischen den Zeilen zur Ruhe kommen. Widerstand ist ihr Lebensmotto! Frei fühlt sie sich auf Reisen und in kleinen, dreckigen Spelunken, in denen sie gerne Kurze kippt und versucht die Jukebox zu bedienen.


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