Queer

Junge, was ist Rape Culture?

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Kritik des Geschlechterverhältnisses

Der Fall Tuğçe Albayrak, Julian Assange im Exil der equadorianischen Botschaft in London oder der entfesstelte Debattenmob nach der Kölner Silvesternacht: Was diese medialen Ereignisse miteinander verbindet, ist die allgemeine Unfähigkeit im Öffentlichen wie im Privaten, sich dem Problem der sexuellen Gewalt wirklich angemessen, ethisch und politisch, zu stellen.

Die vielfältigen Abwehrmechanismen, mit denen nicht bloß Männer auf die Konfrontation mit der „Kultur sexueller Dominanz“ reagieren, sind nicht nur eine alltägliche Herausforderung für antisexistische Bemühungen, sondern stellen mit der hinter ihnen steckenden Psychologie auch Schnittstellen dar, die die tiefe Verwobenheit der Geschlechterhierarchie klarmacht. Als Ideologien stellen sie sicher, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse bleiben wie sie sind.  Die ihnen anhängenden kulturellen Zwänge jedoch, sorgen täglich dafür, dass das Leben für viele Menschen mal mehr, mal weniger stark mit der Hölle auf Erden bedroht bleibt. Geschlecht, Rassismus oder Antisemitismus sind daher immer auch sexuell.

Die Initiative Kritischer StudentInnen  lädt am Donnerstag den 07. April zu einem Vortrag von Jana Klein ein, die unter anderem für die Linke Wochenzeitung „Jungle World“ schreibt.  An diesem Abend soll anhand einiger jüngerer Beispiele der Zusammenhang zwischen Rassismus und Sexualität näher beleuchtet werden. Das Schlagwort „Rape Culture“ klagt an, dass in Fällen sexueller Gewalt meist den Betroffenen die (Mit)Schuld gegeben wird.

 

Wer trägt die Konsequenz?

Wenn die Deutschen nach der Kölner Silvesternacht ihre eigenen sexuellen Unzustände weiter auf maghrebinische Männer projizieren, ist das eines von vielen Beispielen dafür, wie die Verantwortung abgegeben wird und die eigene Unzulänglichkeit Strukturen aufdeckt, die die deutsche Gesellschaft beherrschen. Desweiteren wird damit die Gefahr der Konsequenzen für weiße Nahfeldtäter faktisch verringert.

Ohne bei Oberflächlichkeiten wie „Diskriminierung“ oder „Macht“ stehen zu bleiben, kann man durchaus verstehen, dass die Hartnäckigkeit des Sexismus auf den gesellschaftlichen „Ist-Zustand“ verweist, der ohne Geschlechterhierarchie undenkbar wäre. Jana Klein beschäftigte sich unter anderem in der Jungle World mit der medialen Aufarbeitung des Falls Tuğçe Albayrak, der Debatte nach der Kölner Silvesternacht sowie mit islamistischen Strukturen in Westdeutschland.

 

Not a compliment | 07.04.2016, 19:00 | Eintritt frei | Universität Hamburg | Mittelweg |177 20148 Hamburg  |Hörsaal H. |Der Raum ist ebenerdig erreichbar

 

2. März 2016

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