Kultur

Venera Red.Photography – Wild Romance Art

Copyright Venera Red. Photography

Venera Red.Photography – Insane.Creative.Unique.

Sie ist erst 27 Jahre alt, aber ein einzigartiger, verrückter und kreativer Charakter, den man so im schwäbischen Stuttgart nicht vermuten würde. Inspiration findet sie in Peter Lindbergh’s oder Annie Leibovitz’s Arbeiten und deshalb hat die junge, begabte Fotografin ihr Leben der Kunst gewidmet. Ob Musik, Menschen oder Tatoos – echte Leidenschaft ist immer dabei. “Venera Fotogräfin“ ist eines und das mit vollem Herzen: Authentisch.

ThreeWords Redakteurin Neo hat die talentierte Künstlerin, die einen unerwartet breiten schwäbischen Dialekt hat, getroffen und sie zum Interview gebeten..

Venera – Du bist sehr jung, aber deine Bilder sind außergewöhnlich schön, haben Tiefe und eine urbane Extravanganz. Wie machst du das? Ich höre eigentlich nur tief in mich hinein, höre auf mein Gefühl und fange eine bestimmte Emotion ein für die Person, die ich fotografiere. Und wenn es mir gelingt mich davon leiten zu lassen und den Kopf auszuschalten, dann kommen solche Bilder zu Stande.

Wann begann deine Leidenschaft fürs Fotografieren? Mit 14 habe ich mir meine erste digitale Kamera gekauft. Damals nur um Erinnerungen fest zu halten. Die Bilder im Kopf verblassen und irgendwann bleibt dir nicht mehr aus deiner Vergangenheit als verwaschene Erinnerungen und das Gefühl dazu. Und da es mir schon immer schwer fiel mich an Gefühle zu erinnern, benötigte ich wenigstens die scharfen Bilder, die das Puzzle ergänzen. Damals entwickelte ich schnell eine wahnsinnige Freude wenn ich fotografierte. Jeder Stein wurde fotografiert und umgedreht. Bewusst begann ich auch Gestaltungselemente miteinander in Verbindung zu bringen, so dass ich auf diese Weise sogar Gefühle erzeugen, festhalten und verarbeiten konnte. Diese Leidenschaft hat mein Leben beeinflusst und wird von dieser gesteuert.

Aus welcher Szene bist du und inwieweit beeinflusst das deine Bilder?Ich würde mich keiner bestimmten Szene mehr zuordnen. Zu Beginn meiner Fotografie hätte ich dir gesagt, dass ich aus der Metal-Szene bin und mich diese total inspiriert. Doch inzwischen ist das ein sehr kleiner Teil von mir geworden, da es so viel wunderbare Musik gibt und unglaublich viele wunderbare Dinge die mich inspirieren, dass es viel zu schade wäre mich nur auf eine Szene zu beschränken. Das wäre so einseitig und langweilig. Ich liebe es mich von allen möglichen Dingen inspirieren zu lassen. Von den Büchern die ich lese, zum Beispiel hat mich Hermann Hesse sehr beeinflusst oder Filme und Bilder die ich anschaue. Da fällt mir zum Beispiel der Regisseur Darren Aronofsky ein. Aber auch Straßen die ich lang gehe, Unterhaltungen die ich führe, Menschen die ich treffe.

Copyright Venera Red. Photography

Alles was ich gesehen habe, alles was ich erlebt habe, alles was ich gefühlt habe, wirkt auf meine Bilder ein.

Was liebst du an der Fotografie und was wärest du ohne Sie? Ich liebe es durch die Fotografie schreien zu können. Ich liebe es durch die Fotografie weinen zu können. Ich liebe es durch die Fotografie tanzen und singen zu können. Ich liebe es, dass die Fotografie ein Leben lang ein Teil von mir sein wird, ein ewiger Begleiter, der niemals verschwindet, auf den ich mich immer verlassen kann. Der mich nie allein lässt. Ohne die Fotografie wäre ich – nichts.

Gibt es Vorbilder? Ich liebe die Arbeiten von Peter Lindbergh, Helmut Newton, Annie Leibovitz und unzähligen mehr. Aber meine tatsächlichen Vorbilder, sind die Künstler, die keine Angst davor haben etwas falsch zu machen, die sich ohne Grenzen in ihrer Kreativität ausleben ohne sich Gedanken über die Meinung anderer zu machen, die am Ende mit einem schwarzen Punkt auf der Leinwand da stehen und es stolz präsentieren können.

Was für ein Shooting würdest du gerne mal realisieren? Ich würde gerne mehr Akt Shootings machen. Kleidung charakterisiert einen Menschen einfach so sehr, man muss sich nur mal eine Person im Anzug oder im Punk Look vorstellen. Bei einem Akt Shooting kann man einen Menschen viel echter und unverfälschter darstellen, man kann mehr auf den tatsächlichen Charakter eingehen und nicht auf das, was uns die Kleidung suggerieren soll. Ich verstehe nicht, wieso in unserer Gesellschaft aus Aktfotografie oft ein Tabu gemacht wird. Nacktheit muss nicht automatisch mit Sex in Verbindung gebracht werden. Für mich bedeutet Nacktheit, menschlich sein, ohne Fasade sein.

Gab es bisher einen peinlichen Moment bei einem Shooting oder eine skurile Anekdote die du uns erzählen kannst? Über Peinlichkeiten schweige ich wie ein Grab *lach*.

Was hälst du von Fotografen wie Terry Richardson? Ben Hopper oder auch Matthew Gaynor? Sie alle vereint die Leidenschaft für Porn-Art, die mittlerweile zur Kunst geworden ist. Der springende Punkt ist hier das Wort Kunst. In der Kunst ist alles erlaubt und solang Porn-Shoots künstlerisch aufgezogen sind, schau ich mir das gerne an. Matthew Gaynors Werke finde ich besonders wundervoll. Sex und Nacktheit sind nichts schlimmes und gehören genau so in die Kunst wie alles andere.

Gibt es für Dich Tabus? Alles was gegen meine Moral und Werte sprechen würde, wie zum Beispiel Gewalt und Diskriminierung. Bis jetzt bin ich noch nicht an meine Grenzen gestoßen. An sich würde ich sagen, dass ich für alles offen bin, solang ich noch glücklich hinter der Kamera stehe.

Wann werden wir deine Bilder in einer Austellung sehen?Bis jetzt ist noch nichts geplant. Ich würde mich gerne mit Künstlern aus allen möglichen Sparten wie zum Beispiel Street Art, Tattoo Künstler, Musiker, Designer oder auch Food Artists zusammen schließen und eine große gemeinsame Ausstellung auf die Beine stellen. Ein Erlebnis für alle Sinne – das wäre toll.

 

Venera Red Photography | Instagram | Facebook |Modelkartei|  Kontakt: veneraredphoto@gmail.com

 

11. Juni 2016

About Author

Neo ist gut in drei Worten zu beschreiben: Blogger.Lover.RiotGirl. Ihr Herz hat sie in London verloren und in Hamburg wiedergefunden. Mit ihrem lauten Lachen steckt sie nicht nur zu neuen Abenteuern an, sondern nimmt das Leben mit dem gewissen Sinn für Humor ernst. Sie ist immer auf der Suche nach neuen Geschichten und Menschen, die wie sie voller Liebe zum Leben sind und zwischen den Zeilen zur Ruhe kommen. Widerstand ist ihr Lebensmotto! Frei fühlt sie sich auf Reisen und in kleinen, dreckigen Spelunken, in denen sie gerne Kurze kippt und versucht die Jukebox zu bedienen.


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